Sommersperre und Hauptsperre der Wiener S-Bahn: ÖBB und Wiener Linien stellen Ersatzkonzept vor

Feb. 13, 2026 | Infrastruktur, ÖPNV

Die ÖBB und die Wiener Linien setzen ihre Modernisierung der Wiener Bahn- und Öffi-Infrastruktur fort. In den kommenden Monaten stehen dabei zwei zentrale Bauphasen auf der Wiener S-Bahn-Stammstrecke an: eine Sommersperre im Jahr 2026 sowie eine anschließende 14-monatige Hauptsperre.

Sommersperre zwischen Praterstern und Floridsdorf

Von 4. Juli bis 6. September 2026 ist die Stammstrecke zwischen Wien Praterstern und Wien Floridsdorf gesperrt. Die Bauarbeiten finden bewusst in den verkehrsärmeren Sommerferien statt. Zusätzlich kommt es im August 2026 auf nördlichen Anschlussstrecken zwischen Floridsdorf und Süßenbrunn, Gerasdorf sowie Jedlersdorf zu weiteren Einschränkungen.

Die Bauphase ist Teil des Projekts „S-Bahn Wien Upgrade“, mit dem die Infrastruktur der Wiener S-Bahn bis Ende 2027 modernisiert werden soll. Laut ÖBB sind Ersatzverkehre und alternative Verbindungen im Vorfeld detailliert geplant worden.

Parallel dazu nutzen die Wiener Linien die Sommermonate für Arbeiten im städtischen Netz. Insgesamt werden 12,5 Kilometer Straßenbahngleise erneuert, außerdem sind Instandhaltungsmaßnahmen im U-Bahn-Netz vorgesehen.

Hauptsperre ab September 2026

Mit 7. September 2026 beginnt die bislang umfangreichste Bauphase: Der Abschnitt der Stammstrecke zwischen Wien Hauptbahnhof und Wien Praterstern wird bis Ende Oktober 2027 für rund 14 Monate gesperrt. In diesem Zeitraum erneuern die ÖBB unter anderem Viadukte und Einschnittsmauern. Ziel ist es, künftig längere und modernere Züge einsetzen sowie die Leistungsfähigkeit der stark frequentierten Strecke erhöhen zu können.

Für die Dauer der Hauptsperre wurde gemeinsam mit dem Österreichisches Institut für Raumplanung (ÖIR) ein Ersatzkonzept erarbeitet. Dieses soll zusätzliche Fahrgäste aufnehmen und vor allem in Spitzenzeiten ein stabiles Angebot gewährleisten. Geplant sind unter anderem verstärkte Linienführungen, angepasste Intervalle und ergänzende Ersatzangebote.

Informationskampagne geplant

Begleitend zu den Bauphasen ist eine umfassende Informationsinitiative vorgesehen. An größeren Bahnhöfen in Wien und Niederösterreich sollen Informationsfolder verteilt werden. Zusätzlich sind Plakate, Monitoranzeigen und Lautsprecherdurchsagen in Bahnhöfen und Zügen der Ostregion geplant. Inserate in Medien sowie Informationen über soziale Netzwerke sollen das Angebot ergänzen.

Mit den Bauarbeiten verfolgen ÖBB und Wiener Linien das Ziel, die Wiener Stammstrecke langfristig leistungsfähiger zu machen und die Infrastruktur an steigende Fahrgastzahlen anzupassen.

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