Der niederländische Nachtzugbetreiber European Sleeper wird ab dem 13. Juli 2026 Hamburg in seinen Nachtzugdienst auf der Strecke Berlin–Paris integrieren. Vorgesehen ist ein Halt am Bahnhof Hamburg-Harburg. Mit der Erweiterung der Strecke soll die internationale Bahnanbindung Norddeutschlands sowie die Verbindung zwischen Westeuropa und Skandinavien verbessert werden.
Die neue Nachtzugverbindung zwischen Berlin und Paris soll Ende März 2026 in Betrieb gehen. Die erste Abfahrt ist für Donnerstag, den 26. März 2026, ab Paris geplant. Abfahrten in Paris sind jeweils am Sonntag-, Dienstag- und Donnerstagabend vorgesehen, mit Ankunft in Hamburg in den frühen Morgenstunden des folgenden Tages. Die Rückfahrten ab Hamburg sind für Montag-, Mittwoch- und Freitagabend geplant. Der finale Fahrplan wird derzeit gemeinsam mit den zuständigen Infrastrukturbetreibern abgestimmt; detaillierte Fahrzeiten sollen in den kommenden Wochen veröffentlicht werden.
Bedeutung für internationale Anschlüsse
Hamburg gilt als wichtiger Bahnknotenpunkt mit zahlreichen Anschlussverbindungen nach Dänemark, Schweden und Norwegen. Der neue Nachtzughalt ist insbesondere für Reisende aus Skandinavien relevant, die künftig direkte Zugverbindungen nach Brüssel und Paris nutzen können. Auch für Reisende aus dem Vereinigten Königreich ergeben sich zusätzliche Optionen durch Umsteigemöglichkeiten auf den Eurostar in Paris und Brüssel.
European Sleeper als genossenschaftlich organisierter Betreiber
European Sleeper ist als Genossenschaft organisiert und wird von privaten sowie institutionellen Anteilseignern getragen. Das Unternehmen verfolgt das Ziel, internationale Nachtzugverbindungen zwischen bedeutenden europäischen Städten aufzubauen und diese langfristig wirtschaftlich zu betreiben.
Derzeit führt European Sleeper eine Finanzierungsrunde durch, bei der sich Privatpersonen und Organisationen ab einem Betrag von 160 Euro beteiligen können. Angestrebt wird ein Gesamtvolumen von einer Million Euro. Die Mittel sollen unter anderem für die Vorbereitung der Strecke Berlin–Hamburg–Paris sowie für den Aufbau einer weiteren Nachtzugverbindung zwischen Amsterdam, Brüssel und Mailand verwendet werden. Dazu zählen Investitionen in Wagenmaterial sowie die Deckung anfänglicher Betriebskosten.








