ÖBB bestellen bei Stadler sieben neue Akku-Züge für Niederösterreich

März 16, 2026 | Bahnindustrie, Personenverkehr

Die ÖBB-Personenverkehr AG verstärkt ihre Modernisierungs- und Dekarbonisierungsstrategie im Regionalverkehr. Für nicht elektrifizierte Strecken in Niederösterreich, darunter die Kamptalbahn und die Erlauftalbahn, werden sieben neue Akku-Züge des Typs Cityjet Flirt Akku der Firma Stadler bestellt.

Die Fahrzeuge sollen im Laufe des Jahres 2028 geliefert werden und ab Fahrplanjahr 2029 die bisher eingesetzten Dieseltriebwagen ersetzen. Damit bauen die ÖBB auf den ersten Abruf von 16 Akkutriebzügen auf. Fahrgäste sollen künftig von einem leiseren, komfortableren und umweltfreundlicheren Bahnangebot profitieren.

Rahmenvertrag mit Stadler bildet Grundlage

Bereits im Juli 2023 hatte die ÖBB-Personenverkehr AG einen Rahmenvertrag mit Stadler abgeschlossen. Dieser sieht die Lieferung von bis zu 120 Cityjet Akkutriebzügen vor und ermöglicht eine sukzessive Erneuerung der Regionalflotte.

Mit dem aktuellen zweiten Abruf der Züge wird die Modernisierungsstrategie konsequent fortgesetzt und der Ausbau nachhaltiger Mobilität in den Regionen vorangetrieben.

Umweltfreundlicher Betrieb mit Batterien und Oberleitung

Die neuen Akkutriebzüge können sowohl unter Oberleitung als auch batteriegetrieben auf nicht elektrifizierten Strecken fahren. Während der Fahrt unter Stromleitung oder während der Wendezeit an Endbahnhöfen werden die Batterien aufgeladen. Auf den Strecken ohne Oberleitung erfolgt der Antrieb rein elektrisch über die gespeicherte Energie.

Durch die Ablösung der Dieseltriebwagen lassen sich jährlich bis zu 500.000 Liter Diesel einsparen, was einer Reduktion von rund 1.200 Tonnen CO₂ entspricht.

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