Fahrgastzuwachs durch Verbesserungen im ÖPNV: Positive Entwicklung rund um Innsbruck

Mrz 6, 2024 | ÖPNV

Seit dem umfangreichen Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs im Juli 2023 wurden in und um Innsbruck signifikante Verbesserungen erzielt. Mit zusätzlichen 1,4 Millionen Buskilometern pro Jahr und der Einführung von 90 neuen Fahrzeugen hat sich das Transportangebot in der Landeshauptstadt und in 40 weiteren Gemeinden deutlich erweitert.

Sechs Monate nach der Implementierung des neuen Fahrplans lassen sich bereits erste positive Entwicklungen feststellen, insbesondere in Gemeinden wie Sistrans. Hier hat der durchgängige Halbstundentakt an Wochenenden zu einem Anstieg der Klimaticket-Besitzer um fast ein Viertel im Vergleich zum Vorjahr (Januar 2023 bis Januar 2024) geführt.

Die Zahlen zeigen eine steigende Akzeptanz des verbesserten Angebots: Bis Januar 2024 verzeichnete der Verkehrsverbund Tirol (VVT) fast 175.000 Stammkunden und -kundinnen in Tirol, wobei insbesondere die besser angebundenen Gemeinden im Großraum Innsbruck davon profitieren. Eine bemerkenswerte Zunahme an Öffi-Nutzern ist in Sistrans zu verzeichnen, wo seit dem Fahrplanwechsel 24 % mehr Personen regelmäßig mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren. Auch Gemeinden wie Oberperfuss (+10 %) und Götzens (+11 %) verzeichneten eine Zunahme an Klimaticket-Besitzern. Zudem besitzen im Vergleich zum Vorjahr 13 % mehr Innsbrucker:innen und Innsbrucker eine Öffi-Jahreskarte.

Landesrat René Zumtobel äußerte sich positiv zu den Entwicklungen und betonte die Bedeutung eines qualitativ hochwertigen, regelmäßigen und erschwinglichen Angebots für die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs. Im Jahr 2023 wurden insgesamt drei Millionen Buskilometer und 600.000 Kilometer auf der Schiene zusätzlich geschaffen, wobei auch für das laufende Jahr weitere Verbesserungen geplant sind.

Ein herausragendes Beispiel für den Erfolg des Ausbaus ist die Gemeinde Sistrans, wo bereits ein Drittel aller Einwohnerinnen und Einwohner ein Klimaticket besitzt. Die gemeinsame Planung von VVT und Innsbrucker Verkehrsbetrieben (IVB) ermöglichte es, Synergien zu nutzen und die Öffi-Angebote aus Umlandgemeinden und der Kernzone Innsbruck optimal zu vernetzen. Die Linie M wurde um Routen nach Lans, Sistrans und Aldrans Fagslung erweitert, wodurch eine bessere Anbindung an Innsbruck geschaffen wurde. Dank des verbesserten Angebots stieg die Zahl der Jahreskartenbesitzer von 600 im Vorjahr auf 743 im Januar 2024.

Der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs in Innsbruck und Umgebung zeigt einmal mehr, wie eine gezielte Investition in Infrastruktur und Angebotsverbesserung zu einer Steigerung der Nutzung und einer nachhaltigen Mobilität führen kann.

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