Zugfahren in Europa deutlich sicherer als Auto

Jan. 9, 2026 | Personenverkehr

Wer in Deutschland mit dem Zug unterwegs ist, hat ein deutlich geringeres Unfallrisiko als im Auto. Laut der Allianz pro Schiene ist das Risiko, auf einer Autofahrt tödlich zu verunglücken, 52-mal höher als auf der gleichen Strecke mit der Bahn. Das Risiko für schwere Verletzungen ist sogar 140-mal höher im Pkw.

Die Analyse basiert auf offiziellen Unfallzahlen der vergangenen zehn Jahre (2015–2024). Züge profitieren dabei von Leit- und Sicherungstechnik, die den Verkehr kontrolliert und Unfälle verhindert.

Auch europaweit gilt die Eisenbahn als das sicherste Verkehrsmittel. Im Straßenverkehr ist das Risiko tödlicher Unfälle deutlich höher: Rumänien führt mit mehr als sieben Toten pro Milliarde Personenkilometer die Statistik an, gefolgt von Polen.

Unfälle verursachen nicht nur menschliches Leid, sondern auch hohe gesellschaftliche Kosten. Nach Einschätzung der Allianz pro Schiene machen Verkehrsunfälle über 40 % der externen Kosten des Verkehrs aus. Eine stärkere Nutzung der Schiene könne daher sowohl das Unfallrisiko als auch die Kosten für die Gesellschaft reduzieren.

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