Erkundungsbohrungen in Kufstein für Eisenbahn-Grenztunnel in Richtung bayerisches Inntal

Sep 11, 2022 | Infrastruktur, Innovation, Personenverkehr

Planung und Bau eines neuen Eisenbahntunnels benötigen verlässliche Informationen über die Beschaffenheit des Untergrundes. Für die weiteren Vorarbeiten zur Errichtung der Neubaustrecke von Schaftenau ins bayerische Inntal starten die ÖBB in diesen Tagen eine große Bodenerkundung.

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Bis zu 4 Bohrgeräte werden bis kommendes Frühjahr rund 1600 Meter Bohrkerne aus dem Untergrund gewinnen. Insgesamt 21 Bohrpunkte umfasst das Untersuchungsprogramm. Die Bohrtiefe beträgt zwischen 30 und 170 Meter. Analysiert wird das Material anschließend im Labor.

Abgestimmtes Vorgehen mit der Deutschen Bahn

Die ÖBB-Bohrkampagne erfolgt in direkter Abstimmung mit geologischen Untersuchungen durch die Deutsche Bahn im Raum Kiefersfelden. Bereits 2021 wurde von den Bahnen gemeinsam mit den Inntal-Gemeinden eine Auswahltrasse festgelegt. Nun erarbeiten die Infrastrukturgesellschaften der Bahnen die jeweils für die Genehmigungsverfahren erforderlichen Informationen. Ein Ingenieurbüro koordiniert die Aktivitäten und kümmert sich um eine einheitliche Planung.

Geophysikalische Untersuchungen ergänzen die Bohrungen

Noch im Herbst wird die ÖBB im Raum Kufstein die Bohrungen durch geophysikalische Untersuchungen ergänzen. Durch Impulse wie zum Beispiel Hammerschläge auf der Oberfläche des Geländes können Messsensoren ein flächiges Bild der Bodenschichten aufzeichnen. Dieses wird dann mit den Ergebnissen der Bohrkampagne abgeglichen.

ÖBB schließen Vereinbarungen mit Grundstückseigentümer:innen

Bohrungen und geophysikalische Untersuchungen erfordern vorübergehend auch die Inanspruchnahme von privaten Grundstücken. Die ÖBB und die beauftragten Firmen haben schon mit zahlreichen Grundstücksbesitzern Kontakt aufgenommen. Die ÖBB bedanken sich für die überwiegend aufgeschlossenen und entgegenkommenden Reaktionen der Anrainer. Sollten die Arbeiten punktuell mit einer Belästigung verbunden sein, so ersuchen die ÖBB um Verständnis.

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