Deutschlandticket-Preis bleibt bei 49 EUR: Einstimmiger Beschluss der Verkehrsminister

Jan 23, 2024 | ÖPNV, Personenverkehr

Nach einer digitalen Sitzung am 22. Januar 2024 haben die deutschen Bundesländer einstimmig entschieden, dass der Preis für das Deutschlandticket im Jahr 2024 bei 49 Euro monatlich bleibt. Die Sonder-Verkehrsministerkonferenz kam zu dem Schluss, dass die finanziellen Mittel von Bund und Ländern, die derzeit zur Verfügung stehen, ausreichend sind, um die bestehenden Kosten zu decken, ohne den Ticketpreis erhöhen zu müssen.

Stabile Finanzierung ermöglicht Preisstabilität

Die Verkehrsministerkonferenz betonte, dass die aktuellen Prognosen darauf hindeuten, dass eine Anhebung des Ticketpreises im Jahr 2024 nicht erforderlich ist. Die finanziellen Mittel, die von Bund und Ländern für das Deutschlandticket bereitgestellt werden, sollen demnach die laufenden Kosten abdecken und somit die Preisstabilität gewährleisten.

Forderung nach effizienter Mittelübertragung vom Bund

Zusätzlich zum Beschluss über den Ticketpreis richtet die Verkehrsministerkonferenz eine klare Forderung an den Bund. Dieser soll die im November 2023 getroffene Vereinbarung, ungenutzte Mittel aus dem Jahr 2023 ins Jahr 2024 zu übertragen, zügig umsetzen. Dabei soll die Übertragung nicht nur für das Jahr 2024 erfolgen, sondern auch für den Gesamtzeitraum von 2023 bis 2025 gelten.

Blick in die Zukunft: Flexibilität bei Defiziten in der Einführungsphase

Für den weiteren Jahresverlauf behält sich die Verkehrsministerkonferenz eine zeitnahe Auseinandersetzung mit eventuellen Defiziten vor. Sollten neue Zahlen im Laufe des Jahres zeigen, dass ein bestimmtes Defizit in der Einführungsphase zu erwarten ist, wird sich das Gremium schnellstmöglich damit befassen.

Hintergrund: Deutschlandticket und Finanzierung

Das Deutschlandticket wurde am 1. Mai 2023 eingeführt. Um nicht gedeckte Ausgaben im öffentlichen Personennahverkehr auszugleichen, stellen Bund und Länder während der Einführungsphase von 2023 bis 2025 jährlich 3 Milliarden Euro bereit. Die Kostenbeteiligung erfolgt dabei paritätisch, wobei Bund und Länder die Erlösausfälle der Verkehrsunternehmen tragen. Bis zum 30. April 2024 bleibt der Tarif für das Deutschlandticket bundesweit durch die Aufgabenträger abgestimmt.

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